Was ist Kegeln

                                                                                    

Kegeln
 ist eine Präzisionssportart, bei der ein Spieler von einem Ende einer glatten Bahn aus (Kegelbahn) mit kontrolliertem Schwung eine Kugel ins Rollen bringt, um die am anderen Ende der Bahn aufgestellten neun Kegel umzulegen. Die Kegel sind dabei gleichmäßig in Form eines Quadrats angeordnet, das auf der Spitze steht (Raute). Aus dem Kegeln hervorgegangen und daher eng mit ihm verwandt ist das Bowling, bei dem zehn Kegel (Pins) in Form eines gleichseitigen Dreiecks aufgestellt werden.

Das Kegeln entwickelte sich in Europa über viele Jahrhunderte aus volkstümlichen Spielen im Freien. Heute ist es in zahlreichen Ländern der Welt verbreitet und findet in seiner modernen Form in speziell ausgestatteten Innenräumen und Hallen statt. Kegeln wird wie Bowling als Leistungs- und Breitensport betrieben, ist aber als Freizeitspiel noch weitaus populärer.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kegeln

Was versteht man  unter "Sportkegeln"?
Spricht der Laie von Federball, so denkt er unwillkürlich an das fröhliche, ungezwungene Spiel im Garten auf einer Wiese, an eine Feierabend- oder Freizeitbeschäftigung die Spaß für die ganze Familie bringt. Fällt jedoch der Begriff Badminton, so assoziiert jeder packende Ballwechsel aus einer Sportübertragung, akrobatische Bewegungen der Athleten, Einsatz, Dynamik, vollste Konzentration, Kampf um jeden Punkt, um jedes Aufschlagrecht, vor Anstrengung gezeichnete Gesichter, vollendete Körperbeherrschung.
So ähnlich mag auch die Beschreibung beispielsweise von Ping - Pong bzw. Tischtennis sein. Woran denkt man eigentlich beim Wort "Kegeln"? Doch sicher an eine lustige Runde Männer und Frauen, an volle Cola-, Schnaps- und Biergläser, an übermütiges Lachen über missglückte Versuche übergewichtiger Bürger, die den Stress und die Last des Alltags beim fröhlichen Kegelspiel zu vergessen suchen.
Und "Sportkegeln"?
Spätestens hier sollte alles spielerische, alles gemütliche, alles Laienhafte verschwinden. Sportkegeln muss unbedingt in Zusammenhang gebracht werden mit höchster Konzentration, 1000-fach geübter Technik und punktgenauer Auflage. Kurz gesagt: Sportkegeln ist ein Wettkampfsport wie jeder andere, wie Badminton oder Tischtennis und nicht zu verwechseln mit Federball oder Ping - Pong.
Der Unterschied besteht in der motivationalen Einstellung auf die erwartete Leistung. Das Sportkegeln beginnt spätestens da, wo der Leistungsvergleich mit anderen Sportlern gesucht wird. Aber auch da, wo die Regulierung von Maßnahmen in Hinsicht auf bevorstehende Vergleiche getroffen wird, wo in Training und Wettkampf unterschieden wird, wo Verzichte geleistet werden, um ein erhöhtes Ziel zu erreichen.
Sportkegeln ist eine technische Ausdauerdisziplin, die Kondition, Konzentration, Technik und bei einem Spitzenspieler natürlich auch das Wissen und Umsetzen von taktischen Maßnahmen erfordert. Ebenso wie es für einen Stabhochspringer nur eine Möglichkeit gibt, die Latte zu überqueren, wie es nur eine aerodynamisch günstige Abfahrtshaltung im alpinen Skirennsport gibt, so gibt es auch nur eine ökonomisch sinnvolle Art und Weise, die Kugel in Richtung der 9 Kunststoffmännchen zu schieben, nämlich eine Kegelspieltechnik.
Vielleicht verwundert Sie das, verehrter Leser, und Sie werden sagen, es ist doch egal, wie ich kegele, Hauptsache die Kegel fallen alle.
Bedenken Sie, es geht über 100 bzw. 120 bzw. 200 Wurf in Folge. Vergessen Sie den enormen Kraftaufwand nicht. Die ökonomisch, sprich, kraftsparende Kegeltechnik berücksichtigt das.

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